- Rallye Polen: Claire Schönborn und Junior-EM-Gegner betreten Neuland
- Kattowitz statt Mikołajki, Asphalt statt Schotter: Rallye Polen in neuem Gewand
- Geschärfte Sinne, bitte: Schnelle Anpassungsfähigkeit ist Trumpf
Europa entdecken – im Rallye-Tempo. Der intensive Kurz-Trip diesmal: durch Oberschlesien. Claire Schönborn startet mit ihrem Beifahrer Michael Wenzel erstmals bei der Rallye Polen (24.–26. Juli). In der FIA Rallye-Europameisterschaft (ERC) hat sie das Prädikat „persönliche Premiere“ üblicherweise exklusiv. Doch der dritte Lauf der EM-Junior-Wertung ist diesmal Neuland für die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Rallye Polen, zuvor als Schotter-Event innerhalb der Rallye-WM (WRC) bekannt, wird erstmals rund um Kattowitz ausgetragen – auf Asphalt. Für Claire Schönborn/Michael Wenzel und gegnerische Crews bedeutet das: Schnelle Auffassungsgabe und hohe Anpassungsfähigkeit sind Trumpf.
„Ich freue mich riesig auf die Rallye Polen. Mit den neuen Wertungsprüfungen und dem Wechsel von Schotter auf Asphalt wartet eine völlig neue Herausforderung auf alle Teams. Dadurch startet praktisch jeder bei null – niemand hat einen echten Erfahrungsvorsprung. Genau das macht die Rallye besonders spannend. Entscheidend wird sein, sich schnell auf die neuen Bedingungen einzustellen und von Beginn an das richtige Gefühl für die Strecke zu finden.“
CLAIRE SCHÖNBORN
Kattowitz statt Mikołajki, Asphalt statt Schotter
Die Rallye Polen wartet als dritter Lauf zur Junior-Wertung innerhalb der FIA Rallye-Europameisterschaft (ERC) mit einem grundlegend neuen Programm auf: Statt des Events in den Masuren rund um Mikołajki bildet diesmal die oberschlesische Metropole Kattowitz das Rallye-Hauptquartier, mit Servicepark und Zeremonienstart am Schlesischen Stadion (Stadion Śląski) in Chorzów. Überwiegend auf Asphalt, mit der alten „Rajd Polski“ nicht zu vergleichen. Insgesamt stehen 15 Wertungsprüfungen mit 187,60 Prüfungskilometern auf der Agenda, eingeleitet von einer 6 Kilometer langen Qualifikationsprüfung in Bieruń am Freitagmorgen. Heraus ragen dabei drei Prüfungen: die spektakuläre Super-Sonderprüfung „Katowice“ (2,20 Kilometer) als Freitagabend-Auftakt auf einem Stadtkurs direkt an der Spodek-Arena; die legendäre Bergprüfung „Przegibek“ (6,50 Kilometer), die nach 27 Jahren mit über fünfzig Spitzkehren und Haarnadelkurven ins Programm zurückkehrt; sowie „Ochaby“ (11,20 Kilometer), die auf sonst gebundenem Belag den berüchtigten harten Schotterabschnitt enthält. Den Schlusspunkt am Sonntag setzt die 11,90 Kilometer lange Power Stage „Województwo Śląskie“.
Neuland für EM-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer
Ein neuer Aufschrieb auf blankem Papier, zwei Erkundungsdurchgänge bei scharf kontrolliertem Tempolimit nach polnischer Straßenverkehrsordnung und dann mit Rallye-Tempo auf Zeitenjagd: Rallye-Neuland zu erkunden erfolgt nahezu in Echtzeit und dann augenblicklich am absoluten Limit. Nur wer diese Herausforderung mit geschärften Sinnen angeht, hat Aussicht auf Erfolg. Sechs Sonderprüfungen werden zweimal ausgetragen, drei jeweils nur einmal. Der Faktor Erfahrung spielt dabei eine enorme Rolle – rund eine Woche vor ihrem 27. Geburtstag wird Claire Schönborn gerade einmal ihre 17. Rallye in verschiedenen Serien bestreiten, die dritte innerhalb der Rallye-EM.

